Autoren-Tagebuch

Alexandre Emerit

Troll & Dragon: Ein Push-your-luck-Spiel für Kinder ab 7 Jahren.

Erzähl uns etwas über dich!
Ich entwickle Spiele seit der Geburt meines Sohnes im Jahr 2015. Da habe ich den Sprung gewagt – anders kann ich es nicht ausdrücken. Seine Schwester ist älter und ich hatte begonnen, Spielregeln von bekannten Spielen so abzuändern, dass ich sie mit ihr spielen konnte. Eines Tages wachte ich mit einer Idee auf und wollte sehen, ob ich daraus etwas machen könnte. Das war der erste Schritt –… der nächste entwickelte sich dann ganz selbstverständlich.

Wie ging es mit der Idee weiter?

Die Idee zum Spiel kam mir bei einem Nickerchen. Bei so etwas schlafe ich nie richtig ein. Die erste Spielmechanik habe ich aus Erinnerungen genommen, die ich mit Spielen aus meiner Kindheit verband.

So lange ich mich erinnern kann, habe ich Gesellschaftsspiele gespielt. Meine Oma hat Spielen geliebt. Sie spielte alles mögliche mit uns: Kartenspiele (Belote, Tarot), Brettspiele und Würfelspiele.

Ich kann mich ganz deutlich an ein Push-your-luck-Spiel erinnern mit 3 Würfeln, einem Bleistift und einem Notizblock. Dank dieses Spiels wollte ich ein Push-your-luck-Spiel mit Würfeln entwickeln. Der Original-Prototyp hieß „Drachenhort“ und der Name blieb bis kurz vor der Veröffentlichung auch so. Wir haben ihn in „Troll & Dragon“ geändert, weil er so international verständlich ist.

Das Thema war klar: Von Anfang an sollte es so sein, dass die Spieler so viel Gold wie möglich zusammenraffen sollten, ohne von den Monstern der Höhle geschnappt zu werden. Der Stress, der entsteht, wenn die anderen Spieler mit den Drachenwürfeln würfeln, lässt dein Herz klopfen – und wenn du es dann schaffst, einen riesigen Haufen Gold und Diamanten unter der Nase des Drachen wegzuschnappen, macht das einen Heidenspaß. Die Spielregeln sind in 3 Minuten erklärt und das Spiel kann schon von Siebenjährigen gespielt werden, aber auch Ältere haben viel Spaß dabei. Da die anderen Spieler wegen der Drachenwürfel auch mitspielen, sind immer alle Spieler während des gesamten Spiels beteiligt. Es ist außerdem ein Spiel, das sowohl Kinder als auch Erwachsene toll finden (manchmal spielen Erwachsene auch ohne Kinder!).

Was hat sich während der Entwicklung noch verändert?

Bei der Entwicklung haben wir das Material überarbeitet, um die Spielerfahrung zu verbessern und die Schlusswertung zu vereinfachen. Bleistift und Papier wurden durch Diamanten und Goldnuggets ersetzt. Das war ein simpler und effizienter Weg, es den Spielern zu ersparen, beim Würfeln Punkte zu zählen. Das Schwierigste war, die unterschiedlichen Würfelsymbole auszubalancieren, damit es für die Spieler in beiden Räumen immer gleich spannend bleibt. Wenn es zu schwer war, gingen die Spieler einfach kein Risiko ein. War es zu einfach, ging die Spannung weg und die Spieler waren gelangweilt.

Ich glaube, LOKI hat „Troll & Dragon“ deshalb ins Programm genommen, weil es sehr gut zugänglich für Kinder ist, aber für alle Altersstufen jede Menge Spaß bietet. Außerdem konnte das Team eine Welt entwickeln, die tolle Illustrationen und Komponenten hat. Und schließlich fühlt man sich bis zum Schluss nicht abgehängt, weil man nur einen einzigen guten Zug in der Diamantenhöhle ausführen muss, um wieder ganz vorne zu liegen!

Spiele zu erfinden und sie mit den eigenen Kindern spielen zu können ist ein großes Vergnügen.

Durch Spiele lernt man immer etwas. In „Troll & Dragon“ lernt man, wie man mit dem Risiko umgehen muss und es bringt einem die Wahrscheinlichkeitsrechnung näher.

Noch etwas?

Ich möchte dem gesamten LOKI-Team für seine Arbeit danken, aber am meisten Aurélie (Notiz: Sie ist die Projektmanagerin). Zunächst, weil sie den Autoren wirklich gut in die Spielentwicklung einbindet, aber auch, wegen der unglaublich guten Arbeit, die sie bei der Organisation von Gestaltung und Inhalt geleistet hat. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass das fertige Produkt so beeindruckend würde. Ich bin enorm glücklich damit. Ich möchte außerdem jedem Danke sagen, der Teil dieses Abenteuers war (die wissen schon, wer gemeint ist, und wenn nicht, genügt ein Blick auf die Rückseite der Spielregel).